„JIMI HENDRIX IN VIENNA“ (Verlag Sirion)

Diese Buch erzählt die Geschichte vom einzigen Besuch des legendären Gitarristen James Marshall Hendrix (im deutschen Sprachraum oft „Jimmy Hendrix“ benannt) in Österreich, der Hauptstadt Wien am 22. Jänner 1969.
Es war das vorletzte Konzert seiner Deutschland-Tournee1969 und Jimi mußte am nächsten Tag sofort nach Berlin weiterfliegen.
Lang ist es her und „grau „war die Zeit, so daß es nur mehr als eines der vielen Konzerte in der kurzen Karriere des Superstars bekannt ist und auch die „mündliche Überlieferung“ etlicher Zeitzeugen langsam verebbt, da sie dorthin zurückkehren wo Jimi schon ab 18. September 1970 auf sie wartet.
Rudy Kronfuss, damals 17 Jahre alt und gebürtiger Wiener, erlebte alles aus nächster Nähe und wurde sehr stark geprägt von den damaligen Ereignissen.
Rudy ist Profimusiker (wohnt gegenwärtig in Amsterdam) und merkte erst nach etlichen Jahrzehnten, daß er im internationalen Hendrixwerk soviel Material und Erinnerungen von Wien in die Hände bekam, daß er beschloß, noch alles an volgende Generationen weiterzugeben, bevor es zu „spät“ sei. Die Sammlerwut rund um das Thema „JIMI HENDRIX“ hatte leider viele negative Auswirkungen seit den 60ger Jahren und bei vielen Leuten erscheinen sofort Dollarzeichen in deren Augen mit dem Ergebnis, daß jeder Fußabdruck Jimi’s sofort vermarktet wurde/wird. Jimi selbst wollte der Welt ein paar LPs (5 oder 6) hinterlassen, aber wenn man um sich herum schaut und auf die letzten 45 Jahre zurückblickt, kann man sich als Erdbewohner nur schämen, wie man den Tod hier vermarktet und große Künstler wie Jimi verarscht. Man hat hier offenbar beschlossen, daß Jimi als „Drogenkönig“, „Sexgott“ und „Kettenraucher“ in die Geschichte eingehen soll und obendrein nicht einmal seine Gitarre stimmen konnte ... in einer alten deutschen TV Sendung wurde Jimi’s Sound mit dem eines Hündchens verglichen, daß „leider“ überfahren wurde ...
Gott sei Dank sind jene „Puristen“ und „Pseudospaßvögel“ aus dieser Zeit als veraltet entlarvt und etliche Leute (sogar Musiker !) müssen heute zugeben, daß sie sich im Falle “Hendrix” im Urteil ein wenig verschätzt haben!
Kronfuss versucht mit seinem Buch den Leser zurück zu führen  und uns quasi alles noch einmal miterleben zu lassen. Mit zirka 70 Fotos  (50 bisher unveröffentlicht !) und unzähligen Zeitzeugen Geschichten und Anektoten bekommt man das Gefühl selbst dabei zu sein und erlabt sich an der Begeisterung des Autors.
Das Buch ist ein einzigartiges “Juwel” im deutschen Sprachraum, abgesehen davon, daß es auf Englisch geschrieben ist. Rudy hat dafür gesorgt, daß man mit Hilfe der orginalen Zeitungsartikel (hauptsächlich aus wiener Zeitungen) den Stil der damaligen Journalistik nachlesen kann  (bitte “Kotzsack” bereithalten). Mit dem Layout hat er dafür gesorgt , daß vor allem ältere Leser sich zurücklehnen können oder Sehbehinderte kurz ohne Brille auskommen.

Das Buch kann man direct beim Sirion-Verlag (in Amsterdam/Holland) bestellen, die Kosten sind 19.00 Euro + Versand, etc.

A.K.

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